Freitag, 28. September 2012

Zwei an einem Tag - David Nicholls


Beschreibung:
Gerade stelle ich mir dich mit 40 vor!
Es ist der 15. Juli 1988 und Emma und Dexter, beide zwanzig, haben sich gerade bei der Abschlussfeier kennengelernt und die Nacht zusammen durchgemacht. Am nächsten Morgen gehen beide ihrer Wege. Wo werden sie an genau diesem Tag ein Jahr später stehen? Und wo in den zwanzig darauffolgenden Jahren? Werden sich die beiden, die einander niemals vergessen können, weiterhin immer gerade knapp verpassen?

Meine Meinung:
Ich glaub ich habe mir mehr erwartet?! Das kann ich schon mal als Einleitung nehmen. Das Buch lag wirklich lange neben meinem Bett und ich konnte nur ein paar Seiten lesen, weil es mich immer wieder hat abschweifen lassen. Ich konnte mich nicht richtig auf das Buch konzentrieren, weil ich teilweise die Hauptdarsteller des Buches Emma und Dexter nicht verstanden hab. Schüchternheit und verpasste Gelegenheiten sind in Ordnung. Das ist für mich verständlich. Doch so das ganze Drumherum war mir zu langweilig bzw. unverständlich. Drogen, Alkohol und man ist schon ziemlich weit unten, aber Dexter ist mehr in seinem eigenen Denken, was mir so gar nicht lag. Es war mir teilweise schon richtig unsympathisch. Und bei Emma war ich immer so in Versuchung zu denken, dass Dexter ein "Übermensch" war. Für Sie ist er der perfekte Mann, obwohl er das in Wahrheit gar nicht ist.
Glücklicherweise hat mich eine lange Zugfahrt doch einige Seiten weiterkommen lassen und nun bin ich froh, die 540 Seiten fertiggelesen zu haben. Liebesgeschichte ist in Ordnung, aber ich vermute durch den Hype und dem Film hab ich mir doch etwas mehr erwartet. Das Buch hat für mich keine Hochs und Tiefs. Es plätschert so die Jahre dahin.
Ich muss leider enttäuscht zugeben, dass mir das Buch nicht sonderlich gefallen hat. Auch wenn mich einige dafür jetzt verwirrt angucken mögen, Liebesgeschichte - auch eine umständliche - stelle ich mir anders vor.

Montag, 24. September 2012

Still Missing (Kein Entkommen) - Chevy Stevens



Beschreibung:
Was würdest du tun, wenn dich jemand am helllichten Tag entführt? Wenn du ihm vollkommen ausgeliefert bist? Wenn es aus dieser Hölle kein Entkommen gibt? Würdest du töten? Und wäre dann wirklich alles vorbei?
Ein Thriller wie ein Albtraum, der immer wieder neu beginnt.

Meine Meinung:
Endlich wieder ein Buch fertig bekommen. Aber bei einer 9 Stunden Zugfahrt wohl eine Leichtigkeit. Das Buch hat mich doch irgendwie fasziniert. Man weiß am Beginn des Buches schon, dass die Hauptperson überlebt. Die Hauptperson, eine Maklerin, Annie O'Sullivan, die am helllichten Tag entführt wird und keine Ahnung hat warum. Sie ahnt und weiß nicht, warum sie ihrem Entführer ausgeliefert ist. Und warum sie sozusagen in der Hölle gelandet ist. Das Buch ist in Therapiesitzungen aufgeteilt. Hier versucht sie, dass Erlebte zu verarbeiten. 
Man erfährt von ihr, dass es nach der Entführung und einer solchen Abhängigkeit, wie sie es erlebt hat, nicht einfach abschalten und normal weitermachen kann. Freunde, Verwandte und auch selbst das eigene Haus in dem man sich vorher sicher gefühlt hat, werden zu Fremden. Keiner weiß so recht wie er sich verhalten soll bzw. muss. 
Das Buch hat mir sehr gut gefallen, auch der Schreibstil war in Ordnung. Allerdings fand ich den Schluss etwas eigenartig. Ja, Menschen tun in der Not doch eigenartige Dinge, aber ich hätte mir dann doch Besseres erwartet. Und auch nach dem Ende des Buches wird man daran noch öfter denken müssen, dass man sich in so einer Abhängigkeit und Hilflosigkeit oft selbst aufgibt, Hoffnung schöpft und sich doch extrem ändern kann. Was man vorher vielleicht nicht für möglich gehalten hat.