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Sonntag, 14. April 2013

Es geschah nebenan - Joyce Egginton


Beschreibung:
In vierzehn Jahren wird Marybeth Tinning neunmal Mutter. Doch ihre Kinder sterben früh - alle neun, eins nach dem anderen. Niemand vermutet etwas Böses, weder die Freunde noch die Nachbarn, weder die Polizei noch die Sozialarbeiter. Doch schließlich kommt die unbegreifliche Wahrheit über die grausige Todesserie ans Licht ...

Meine Meinung:
Dieses Buch war nicht einfach. Ein 400 Seiten Tatsachenbericht, welcher mich doch irgendwo nicht losgelassen hat. 

Marybeth Tinning, eine auffällige, aber irgendwie auch unscheinbare Frau. Sie bekommt 9 Kinder und genauso schnell wie sie gekommen sind, verschwinden sie auch wieder. Es wird schnell klar, dass der Mutter ein unbegreifliches Schicksal widerfährt. Aber das sie möglicherweise selbst dran schuld ist, wird vermutet, aber niemand tut etwas dagegen.

Im Laufe des Buches wird klar, das hier etwas nicht stimmen kann. Das eine Mutter nicht all ihre Kinder so schnell verlieren kann, dass sie nicht aufhört Kinder zu bekommen und vieles mehr. 

Es werden viele Menschen befragt, die Marybeth kennengelernt haben. Viele sind sich ihrer Person bewusst. Jeder dieser Menschen lernt sie in der einen oder anderen Lebensphase kennen. Die meisten allerdings mit gemischten Gefühlen. Keiner weiß "alles" über sie. Meist auch nicht, dass sie schon so viele Kinder bekommen bzw. auch wieder verloren hat. Hin und wieder gibt es aber jemanden, der leise etwas anmerkt, dass bei dieser Frau etwas nicht stimmen kann. Und genauso erlebt man das Buch. Man bekommt einen ungefähren Einblick in die ganze Sache und sieht wie machtlos man in gewissen Situationen ist und wie schnell eine Sache einfach als in Ordnung eingestuft wird. Man sieht das auch viele Sachen einfach nicht zusammenspielen, sodass vieles unentdeckt und auch unbeachtet bleibt. 

Mehr will ich zu dem Buch auch nicht sagen. Ein unbegreiflicher Tatsachenbericht, welchen ich bis zur letzten Seite lesen musste. Aber ich konnte jeden Tag nur ein paar Seiten lesen, da die Berichte wirklich bis ins kleinste Detail beleuchtet wurden.

Freitag, 1. März 2013

Eine Hand voller Sterne - Rafik Schami


Beschreibung:
Über mehrere Jahre hinweg führt ein Bäckerjunge in Damaskus ein Tagebuch. Es gibt viel Schönes, Poetisches und Lustiges zu berichten, aber auch von Armut und Angst erzählt er.


Er schildert seinen Vater, den Bäcker, seine Mutter, die Meisterin im Handeln auf dem Basar, seine kleine, pfiffige Schwester Leila. Er erzählt von seinen Freunden und natürlich von Onkel Salim, dem alten Kutscher, der die herrlichsten Geschichten weiß.


Eines Tages wird sein Vater bei einer willkürlichen Verhaftungswelle von der Polizei abgeholt und gefoltert. Dies bestärkt den Jungen in seinem Traum, ein Journalist zu werden, der gegen Ungerechtigkeit und politische Verfolgung kämpft.


Meine Meinung:
Ein Gratisbuch der Stadt Wien, welches ich bekommen habe. Das Cover zu diesem Buch sieht leider doch etwas anders als das Original aus.


Mir gefällt es nicht besonders gut und ich hatte auch nicht das Gefühl als würde es zum Buch selbst passen. Vielleicht nur mit dem Hintergedanken, dass wenn sich eine Tür schließt irgendwo eine andere aufgeht. Denn auch dem Bäckersjungen wird so manche Tür zugeschlagen. Aber ich denke, dass es jedem von uns so geht. 

Ich bin doch etwas zweigeteilt bei diesem Buch. Einerseits finde ich den Jungen sympathisch, weil er doch so vieles machen möchte, aber einiges doch  so unerreichbar bleibt. Er kämpft in seiner doch recht armen Gegend um seine Gefühle und sein Recht. Die Geschichte in Tagebuchform fand ich ganz okay, aber so im Großen und Ganzen konnte mich das Buch nicht fesseln. 

Musste mich durch die Tagebucheinträge quälen und hab zwischendurch nochmal ein anderes Buch gelesen. Also ich hatte wirklich schon besseren Lesestoff.

Mittwoch, 27. Februar 2013

3096 Tage - Natascha Kampusch


Beschreibung:
Natascha Kampusch erlitt das schrecklichste Schicksal, das einem Kind zustoßen kann: Am 2. März 1998 wurde sie im Alter von zehn Jahren auf dem Schulweg entführt. Ihr Peiniger, der Nachrichtentechniker Wolfgang Priklopil, hielt sie in einem Kellerverlies gefangen - 3096 Tage lang. Am 23. August 2006 gelang ihr aus eigener Kraft die Flucht. Priklopil nahm sich noch am selben Tag das Leben.

Meine Meinung:
Kann man über ein solches Buch wirklich ein Rezension schreiben? 

Ich hatte schon lange überlegt ob ich mir dieses Buch holen soll und ob ich es wirklich lesen möchte. Und vor 3 Tage hatte ich einfach das Bedürfnis das Buch zu lesen und die "wahre" Geschichte über diesen Fall zu lesen. Natascha Kampusch kennt wohl jeder, da brauche ich nicht viel drum erzählen.

Ich finde es einen großen Kraftaufwand, seine Geschichte nochmal zu durchleben und aufzuschreiben. Aber ich denke, dass jeder so seine eigene Art hat mit einer Tragödie umzugehen. Und das was Natascha widerfahren ist, kann man kaum in Worte fassen und ich bin begeistert von ihrer Art, das alles durchzustehen und für sich selbst zu kämpfen auch wenn es eine ausweglose Situation war. 

Eine TV-Bericht über dieses Ereignis hat mich zusätzlich schockiert, denn eigentlich hätte dieses Drama doch viel früher enden können. Doch das "verlorene" Leben kann man Natascha nicht wieder zurückgeben. 

Eine traurige und packende Geschichte. Nun verstehe ich auch besser ihre Art, wie sie beim 1. Interview gesprochen hat, wie sie reagiert hat und auch warum sie damals nicht einfach schon früher weggelaufen ist. Denn das und vieles mehr ist leider bei vielen Menschen (wie auch bei mir) auf Unverständnis gestoßen.

Donnerstag, 7. Februar 2013

Schneewittchen muss sterben - Nele Neuhaus


Beschreibung:
Im Zweifel gegen den Angeklagten
An einem düsteren Novembertag finden Bauarbeiter auf dem stillgelegten Flugplatz der US-Armee in Eschborn ein menschliches Skelett, nur wenig später wird eine Frau von einer Brücke auf die Straße gestoßen. Die Ermittlungen führen Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein in die Vergangenheit: Vor vielen Jahren verschwanden in dem kleinen Taunusort Altenhain zwei Mädchen. Ein Indizienprozess brachte den mutmaßlichen Täter hinter Gitter. Nun ist er in seinen Heimatort zurückgekehrt. Als erneut ein Mädchen vermisst wird, beginnt im Dorf eine Hexenjagd.

Meine Meinung:
Wie ich erst am Ende des Buches gesehen/erfahren habe, ist dies bereits der 4. Band rund um das Ermittlerduo Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein. Aber ich muss zugeben, dass mich das in keinster Weise gestört hat. 
Beide Ermittler sind total sympathisch und durch die privaten Handlungsstränge im Buch, wird man auch sehr dazu verleitet die Beiden zu mögen. Denn wir sind doch alle nur Menschen!
Das ist eine gute Überleitung zu dem "Mörder", welcher nach 10-jähriger, abgesessener Haftstrafe in seinen Heimatort Altenhain zurückkehrt. 2 Mädchen sind damals verschwunden und Tobias wurde beschuldigt diese ermordet und verschleppt zu haben. Die Leichen wurden nie gefunden. Als Tobias aus der Haft entlassen wird und im normalen Leben Fuss fassen möchte, wird ihm das Leben echt schwer gemacht. Das ganze Dorf ist eine eingeschworene Gemeinschaft und möchte um keinen Preis der Welt, einen Mörder unter sich haben. Als ein Mädchen von damals gefunden wird und ein weiteres verschwindet, scheint alles wieder von vorne zu beginnen. Aber wie man im Laufe des Buches erkennt, hat jeder irgend ein Geheimnis, dass es zu schützen gilt. 

Zu Beginn fand ich das Buch doch recht langweilig und konnte mich mit den vielen Personen nicht recht anfreunden. Im Laufe des Buches wurde es aber immer spannender und auch das Ende war nicht so schnell abgehandelt, wie in vielen anderen Büchern. Man wird ständig in die Irre geführt und entdeckt immer wieder neue Menschen, neue Geschichten und neue Verdächtige. Und man wird in richtig in die Machenschaften einer eingeschworene Gemeinde geführt und sieht, das man da nur schwer rein und auch wieder rauskommt.
Das Buch hat mir wirklich sehr aufgewühlt und fasziniert. Da muss man sich doch überlegen auch noch die anderen Bücher zu diesem tollen Ermittlerduo zu holen.

Mittwoch, 16. Januar 2013

Verwesung - Simon Becket


Beschreibung:
DR. DAVID HUNTERS SCHWIERIGSTER FALL 
Drei Mädchen sind verschwunden. Ein Serienkiller gesteht. Doch Jerome Monk weigert sich zu verraten, wo er ihre Leichen vergraben hat. Auch David Hunters Einsatz bringt keine Ergebnisse. Acht Jahre später: Monk bricht aus dem Gefängnis aus. Für David Hunter beginnt ein Albtraum. Denn die Dämonen der Vergangenheit lassen ihm keine Ruhe ...

Meine Meinung:
Wieder ein Buch von Simon Beckett. Ich habe mich schon gefreut es zu lesen, obwohl ich es zu meiner Schade, schon länger bei mir rumliegen habe. Nun endlich konnte ich diesen tollen Band lesen.

Ein weiterer "grausiger" Fall von David Hunter. Welcher vor 8 Jahren beginnt und mit einer großen Wende in seinem Leben beginnt. Soweit ich mich erinnern kann ist das auch ein Teil eines anderen Buches, aber auch wenn man die anderen Bücher nicht gelesen hat, wird es einem mitreißen.

Dr. David Hunter steht vor einem großen Problem. Vor 8 Jahren war er an einer Untersuchung von mehreren unauffindbaren Leichen im Moor beteiligt. Für sich selbst hat er den Fall abgeschlossen, aber nachdem sich 2 ehemalige Kollegen melden wird die Sache erst richtig spannend. 

Anfang und Mittelteil sind für mich wirklich spannend und höchst interessant, man ist gefesselt, wie bei allen Bücher von Beckett. Aber mich hat das Ende doch etwas enttäuscht. Hätte mir hier doch mehr Spannung oder einen anderen Ausgang erwartet.

Im Jahr 2011 habe ich meine letzten beiden Bücher von Simon Beckett gelesen. Vielleicht liegt es daran, dass mich dieser Band nicht so sehr überzeugt hat. Ja, der Fall ist spannend und ich mochte wie immer auch die Schreibweise und die Art des Spannungsaufbaus, aber es ist meiner Meinung nach nicht das beste Buch.

Dienstag, 8. Januar 2013

Der Trümmer Mörder - Cay Rademacher


Beschreibung:
Hamburg 1947: Die Stadt liegt in Trümmern, und es ist einer der kältesten Winter des Jahrhunderts. Die Menschen versuchen irgendwie zu überleben. Da wird mitten in der Trümmerlandschaft eine Leiche entdeckt: eine junge Frau, nackt, kein Hinweis auf den Mörder. Oberinspektor Stave hat kaum Hoffnung, den Fall aufzuklären, auch wenn ihm Lothar Maschke von der Sitte und Lieutenant MacDonald von der britischen Verwaltung zur Seite gestellt werden. Bald werden weitere Tote entdeckt, und Stave ist für jede Hilfe dankbar, die er auf der Suche nach einem grausamen Mörder bekommt. Cay Rademacher lässt in einem hochspannenden authentischen Kriminalfall das Hamburg des Hungerwinters 1946/47 lebendig werden.

Meine Meinung:
Ein Buch der anderen Art, zumindest für mich. Für mich war es das erste Mal, dass ich einen Roman in der Zeit von 1946/47 gelesen habe. Die meisten meiner Bücher mit Morden sind in der heutigen Zeit geschrieben, mit moderner Technik, mit Polizeiermittlungen die doch um einiges fortgeschrittener sind als zu dieser Zeit. 
Oberinspektor Stave, die Hauptperson in dem Buch, wird vor eine große Herausforderung gestellt. Eine tote Frau und niemand will sie gesehen haben. Keiner kennt Sie. Auch seine Ermittlungen werden durch -20 Grad, der Nachkriegszeit und der fehlenden Unterlagen erschwert. Wie soll man jemanden identifizieren, wenn man keine Anhaltspunkte hat? 
Im Buch wird sehr gut beschrieben, wie kalt der Winter in dieser Zeit ist und wie die Menschen darunter leiden und wie sie versuchen am Leben zu bleiben. Wenn man das Buch in der warmen Wohnung liest bekommt man ein etwas beklemmendes Gefühl. Wir haben in unseren Luxusleben von heute zB noch nie etwas von Monatsrationen gehört, die wir in der heutigen Zeit an einem Tag verspeisen (wenn nicht sogar um vielfaches mehr).
Neben der Geschichte von Stave und der toten Frau, kommen auch noch weitere Mordfälle dazu und man merkt, wie hilflos man nicht nur wegen der Umstände ist. Sondern auch wie hilflos und doch ausgeliefert man ist, wenn man nichts über einen weiß und der Nachbar einem auch nicht gesehen haben will. Keiner würde in dieser Zeit jemand anderen helfen und wenn jemand verschwinden, dann ist es eben so. Der Oberinspektor quält sich aber nicht nur mit den Mordfällen herum und man lässt uns an seinen Gedanken teilhaben, er selbst hat auch seine Frau im Krieg verloren und ist auf der Suche nach seinem verschwundenen Sohn und nach einer neuen Liebe. Das macht den Oberinspektor zu einer wirklich tollen Person, die wirklich sehr sympathisch rüber gekommen ist. 

Ein gelungener Roman, der auf einer wahren Geschichte aufgebaut wurde. 

Es gibt noch einen weiteren Roman, welcher Cay Rademacher mit seinem Oberinspektor geschrieben hat. "Der Schieber"

Samstag, 5. Januar 2013

Kleiner Bücherzuwachs!


Ich wünsche Euch:

EIN SCHÖNES 
NEUES JAHR!

Ich hoffe, ihr seid gut 
ins neue Jahr gekommen. 

Bei mir gab es diesmal ein tolles Geschenk. 
Dafür aber dann leider nur eines. :)
Einen KINDLE!

Ich hab mich total gefreut, 
endlich mal meine Bücher "anders" zu lesen.
Habe lange überlegt ob ich den überhaupt brauche.
Und ja, ich mag ihn!
 (Vom Brauchen rede ich jetzt lieber mal nicht. *g*)


Auf meinem Kindle sind jetzt schon die einen oder anderen Bücher gespeichert und warten darauf gelesen zu werden. Mein SUB wird somit nicht kleiner, aber man merkt es nicht mehr so dolle im Regal. ;)

2 "echte" Bücher dürfen nun aber doch bei mir einziehen. 
Es waren wunderschöne Geschenke.

Rubinrot von Kerstin Gier 
(da bin ich wirklich mal gespannt drauf)

Kein Kuss unter dieser Nummer 
von Sophie Kinsella

Mein Vorsatz für dieses Jahr, 
doch wieder einige Bücher zu lesen.

Das Jahr 2012 war doch etwas "mager".
NUR 19 Stück!
Das will ich dieses Jahr toppen.